NEIN zur No-Billag-Initiative!

NEIN zur No-Billag-Initiative!

Schere schneidet Mobile mit allen öffentlichen Radio/TV ab

Schere schneidet Mobile mit allen öffentlichen Radio/TV ab

Menschen mit Seh- und Hörbehinderungen wären besonders betroffen.

Radio und Fernsehen sind für sie ganz wichtige Informationsquellen.

Die Schweiz stimmt am 4. März 2018 über die No-Billag-Initiative ab, die eine Abschaffung der Radio- und Fernsehgebühren verlangt.

Barrierefreie Angebote der Sendungen

Menschen mit Behinderungen haben einen völker- und verfassungsrechtlichen Anspruch auf Zugang zu Radio- und Fernsehen. Die Billag erlaubt die Finanzierung von barrierefreien Sendungen. Die SRG untertitelt heute über die Hälfte der Sendezeit (30'000 Stunden). Mehr als 400 Sendungen sind mit Audiodeskription (laufende akustische Beschreibung des Filmablaufs, Hörfilme) versehen. Dank einer neuen Vereinbarung soll das Angebot bis 2022 weiter ausgebaut werden: Die Untertitelung auf 80 Prozent des Angebots sowie 900 Stunden Hörfilme. Die Regionalfernsehen, die ebenfalls Beiträge aus dem Gebührentopf erhalten, müssen ihre Informationssendungen untertiteln.

Dies erlaubt blinden, gehörlosen, seh- und hörbehinderten Menschen wenigstens zu einem Teil des TV-Angebotes gleichberechtigten Zugang. Ausserdem sind die barrierefreien Informationssendungen zentral für die politische Meinungsbildung.

Ohne Gebührenfinanzierung gibt es kein barrierefrei zugängliches TV-Programm für Menschen mit einer Sinnesbehinderung mehr.

Die Folgen bei einer Annahme wären fatal und verfassungs-sowie völkerrechtswidrig. Menschen mit Sinnesbehinderungen würden beim Medienzugang massiv stärker benachteiligt als heute.

Deshalb empfiehlt das bfzs.ch ein klares Nein zur No-Billag-Initiative und bittet Sie den Verein «Nein zum Sendeschluss» zu unterstützen.

SRF Tagesschau mit Gebärdensprache